Tun Sie es, es wird bestimmt toll!

Ein Traum wird wahr: Mit Henry durchs Wattenmeer...
Henry

Sehr geehrte Frau Dr. Meyer, sehr geehrte Frau Stickdorn, liebes Iwest-Team,

vor fast 6 Jahren habe ich erstmals Kontakt mit Ihnen aufgenommen. Damals hatte ich meinen 8-jährigen Wallach Henry nach einem dreiwöchigen Klinikaufenthalt (Colitis X, heftige Magengeschwüre) zurückgeholt. Die Diagnose damals lautete: unreitbar, aufgrund der Schwere der Erkrankung.

In vielen Gesprächen und Mails haben wir versucht, das gesamte Futterkonzept bestmöglich auf ihn abzustimmen. Am Anfang war es mit viel Arbeit verbunden - 8 mal täglich kleinste Portionen füttern erfordert schon die Bereitschaft vieler Helfer, so man nicht über einen wochenlangen Urlaub verfügt. Erschwerend kam hinzu, dass der werte Herr öfter das Futter verweigerte...Ein Futterautomat hat diese Aufgabe dann später übernommen, und zum Glück scheint normaler Hafer nicht allzu vielen Geschmacksschwankungen zu unterliegen. 

Ganz langsam, oft mit winzigen Schritten vorwärts und größeren Schritten rückwärts ist es gelungen, dem vierbeinigen Pflegefall ein annähernd normales Leben als Pferd zu ermöglichen und auch langsam wieder die Arbeit aufzunehmen. Eher getreu dem Motto "Ich bewege mein Pferd, damit es gesund bleibt" - denn auch der Kopf will beschäftigt werden. Denn freiwillig Laufen, noch dazu unter dem Sattel, war lange Zeit nicht selbstverständlich.

Das ganze stets mit dem Ziel vor Augen, das Gesundheit das Wichtigste ist, und nur das "Heute" zählt. Wer weiß schon, was in ein paar Tagen, Wochen, oder gar Jahren sein wird?

Irgendwie ist es gelungen, diese ganzen Baustellen zu überwinden, und über die Jahre hat sich Henry - der Prognose der Tierklinik zum Trotz - zu einem guten, verlässlichen Partner entwickelt. Jedoch stets mit Blick auf die Fütterung, den Magen und das Bestreben, Stress bestmöglich zu verhindern. 

Im vergangenen Jahr erfolgte dann ein Stallwechsel. Und siehe da, mein Pferd blühte richtig auf, wurde lebhafter und hat sich auch in der Herde einen guten, vorderen Platz erarbeitet. Und dann folgte meinerseits Anfang des Sommers der Wunsch, sich einen Traum zu erfüllen: einmal mit dem eigenen Pferd am Strand entlang galoppieren! 

Wenn jetzt allerdings der Stall im Taunus liegt, so bedeutet das schon eine ziemlich lange Strecke Anhängerfahrt...Auch wenn diese an sich kein Problem darstellte. Aber trotzdem, mit einem magenkranken Pferd diese Tour, bis an die Nordsee? Nicht wenige haben uns sicherlich für verrückt erklärt. Frau Stickdorn allerdings sagte: tun Sie es, es wird bestimmt toll!

Und ja, wir haben es getan. Sämtliche Zusatzfutter eingepackt, die das Sortiment hergibt, sind wir in Richtung Nordsee aufgebrochen. Und was soll ich sagen? Es war der perfekte Traumurlaub, mit einem Pferd, was sichtlich Spaß hatte, durch das Wattenmeer zu galoppieren, was die ganze Zeit gesund und munter war, keinerlei Anzeichen von Magenproblemen zeigte und auf unserem Zwischenstopp in der Heide (um den Rückweg etwas zu verkürzen) seine Begeisterung für Geländesprünge entdeckt hat! 

In diesem Sinne: vielen, vielen Dank für die tolle Unterstützung über die Jahre!

P.S. Anbei ein paar kleine Impressionen unseres Urlaubs.

 

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